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Arbeitskreis „ehemaliger Flugplatz Marx“ wird aufgelöst

Durch die Arbeit des Arbeitskreises ist ein ganz besonderes Nachschlagewerk entstanden, das auch ein Stück Marxer Zeitgeschichte dokumentiert

Marx/MAG –Um die Geschichte des Flugplatzes Marx zu dokumentieren wurde vor über acht Jahren der Arbeitskreis „ehemaliger Flugplatz Marx“ gegründet.
Bei ersten Gesprächen fanden sich 55 interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Informationsaustausch. Wenig später wurde unter dem damaligen Bürgermeister Hillrich Reents der Arbeitskreis „ehemaliger Flugplatz Marx“ offiziell gegründet. In den kommenden Jahren wurden über 100 Zeitzeugen befragt, historische Unterlagen, Daten, Fakten und Bilddokumente zusammengetragen.

„Das Auswerten der Unterlagen wäre von einer einzelnen Person gar nicht möglich gewesen“, berichtete der Vorsitzende Ferdinand Goetz beim letzten Zusammentreffen des Arbeitskreises.
Alle Informationen wurden mehrfach geprüft, dafür sogar mehrere Personen gleichzeitig befragt.
Denn nur wirklich belegte Informationen sollten veröffentlicht werden.
Mit über 1.800 Dokumenten wurde eine große Datenbank angelegt, die in der Gemeindebücherei Friedeburg und Marx abgerufen werden kann.

Ende 2007 sind die Recherchen in einem Buch erschienen. Die Chronik „Flugplatz Marx“ wurde mit einer Auflage von 1.000 Exemplaren bei der Brune-Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft mbH gedruckt und über die Gemeinden Friedeburg und Zetel, Touristinfo Friedeburg, Sparkasse Friedeburg sowie die Raiffeisen-Warengenossenschaft Marx verkauft worden.
Innerhalb von wenigen Tagen war die erste Auflage bereits vergriffen, so dass sich der Arbeitskreis entschlossen hatte eine zweite Auflage mit weiteren 1.000 Exemplaren drucken zu lassen. Auch diese Exemplare sind heute ausverkauft.

Finanziert wurde das Projekt mit 5.000€ von der Sparkassenstiftung, sowie 4.000€ von der Gemeinde Friedeburg.

Zum Gedenken an den ehemaligen Flugplatz Marx wurde an der B437 / Ecke Hohemoor ein Gedenkstein errichtet.
In den kommenden Monaten wird hier zusätzlich noch eine Schautafel mit Lageplan und interessanten Informationen aufgestellt.

Der Arbeitskreis hat seine Recherchen nun abgeschlossen und wird sich Ende Februar auflösen.
Bei der letzten Zusammenkunft im „Deutschen Haus“ in Friedeburg bedankten sich Vorsitzender Ferdinand Götz, sowie die Gäste von Rat und Verwaltung bei allen Mitgliedern des Arbeitskreises für ihre große Einsatzbereitschaft in den vergangenen Jahren. Dem Arbeitskreis „ehemaliger Flugplatz Marx” gehörten an: Johann Evers, Norbert Giese (Autor), Silvio Glienke, Hermann Gödjen, Ferdinand Götz, Hans-Dieter Jürgens, Lars Kokot, Rainer Tschorn, Hans Welink und Karl Witt.

„Die Befragung der Zeitzeugen, das Sammeln und Auswerten der vielen Informationen war sehr aufwendig, aber ich freue mich über das was daraus entstanden ist“, meinte Hermann Gödjen zum Abschluss der Veranstaltung.

Rat und Verwaltung der Gemeinde Friedeburg (v.l.) Hermann Behrends, Arthur Engelbrecht, Hans-Werner Arians sowie Mitglieder des Arbeitskreises Norbert Giese, Hans Welink, Karl Witt, Ferdinand Götz, Silvio Glienke, Hermann Gödjen, Hans-Dieter Jürgens, Hillrich Reents (ehem. Bürgermeister), Rainer Tschorn und Johann Evers beim letzten Gruppenfoto

Jubiläumswochenende der Jugendfeuerwehr Marx

Marx
Die Jugendfeuerwehr Marx feierte am vergangenen Wochenende ihr 40-jähriges Jubiläum. Sie wurde am 9. Juni 1971, als zweite JF im Landkreis Wittmund, gegründet.

Am Samstag trafen sich viele Jugendfeuerwehren und örtliche Vereine zum Spiel ohne Grenzen.
So wurde z.B. beim Schubkarrenrennen der Partner mit verbundenen Augen durch einen Parcours geschoben.
Auch das Kistenstapeln verlangte von den Jugendlichen Koordination und Geschick. Hier wurden bis zu 14 Kisten aufeinander gestapelt.


Besonderen Spaß machte allen der „Multi-Schi“. 4 Personen, mit an den Füßen geschnallten Holzbrettern, sollten in bestimmter Zeit eine Strecke bewältigen. Es war gar nicht leicht gemeinsam Schritt zu halten. Selbst Gäste aus Rat und Verwaltung versuchten ihr Glück.

Bei strahlendem Sonnenschein waren weitere Spiele zu bestreiten. Am Ende standen die Sieger fest.
Gewonnen hatte die JF Holtgast, vor der JF Friedeburg II auf Platz 2 und der JF Wiesmoor auf Platz 3.

Die Veranstaltung wurde am Pfingstsonntag vom Jugendwart Bernd Hollje offiziell eröffnet.
Zu den Gratulanten zählten u.a. Bürgermeisterin Karin Emmelmann, Ortsvorsteher Arthur Engelbrecht und Eva Grüßing, Kreisbrandmeister Wilfried Janßen (gratulierte bereits am Vortag), stv. Kreisbrandmeister Johann Folkers, stv. Gemeindebrandmeister Frank Gerdes und Kreisjugendfeuerwehrwart Friedhelm Tannen.

Rund um das Feuerwehrhaus waren Einsatzfahrzeuge von THW, Rettungsdienst und den umliegenden Feuerwehren zu bestaunen. Außerdem war die neue Drehleiter vom Landkreis WTM vor Ort. Die Feuerwehr Remels demonstrierte eine Personenrettung aus einem verunfallten PKW mit schwerem technischem Gerät.

Mit einer Diashow in der Fahrzeughalle zeigte die JF Marx Höhepunkte aus den vergangenen 40 Jahren.

Den Besuchern wurde zum Jubiläumsfest ein riesiges Kuchenbuffet, Grillspezialitäten und Kaltgetränke angeboten.
Desweiteren gab es eine Tombola, Basteln für Kinder, Hüpfburg und einen Kinderflohmarkt.
Maskottchen „Bruno“, auf der alten Drehleiter, überwachte das ganze Geschehen. Seine Sitzhöhe musste erraten werden.

Die Jugendfeuerwehr sucht laufend Nachwuchs, damit der Fortbestand der Feuerwehr gewährleistet werden kann.
Es bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Mädchen und Jungen in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Denn das Motto der Jugendfeuerwehr lautet:
„Ohne uns wird’s brenzlig!“

Veränderungen … damals & heute

Veränderte Lebenswelten
Zu dem, was das Leben durcheinander bringen kann, gehören auch die Landschafts- und Umweltveränderungen. Wir erleben dies besonders stark in unseren Dörfern.
Nicht nur die Älteren haben diese Veränderungen erlebt, wenn sie sich daran erinnern, wie ihr Dorf, ihre Straße, ihr Haus, ihr Leben früher ausgesehen haben. Auch die Jüngeren bekommen diese Veränderungen hautnah mit.

Da steht -zugegeben nicht von Dauer- vor dem Wohnzimmerfenster ein Bohrturm, von Weitem zu sehen und beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum. Container werden aus Lärmschutzgründen aufgestellt und Straßen neu angelegt. Ganze Ortsteile verschwinden. Gebäude und technische Anlagen werden eingerichtet, wo früher Kühe grasten …

Wie soll es weitergehen? Wohin soll das noch führen? Habe ich mir so ein Leben auf dem Lande vorgestellt? Wie sieht es mit der Lebensqualität aus?

Nichts ist mehr so, wie es früher einmal war. Die Landschaft verändert sich und damit wird auch das eigene Leben durcheinander gebracht und vielleicht sogar ein Leben hier in dieser Umgebung in Frage gestellt. Diese Sorgen und Ängste sind verständlich.

Veränderungen hat es nun aber seit Menschengedenken schon immer gegeben. Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um? Wie weit dulden wir diese Veränderungen? Und wie weit lasse ich mich durch diese Veränderungen beeinflussen? Fllüchte ich, oder stelle ich mich ihnen?  …

(Pastor Engelbert Groen, Marx)
Quelle: Nachbarn, Nr. 1-2010