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Im „Tante-Emma-Laden“ damals …

Veränderungen
…  gehen auch an den Geschäften und Läden auf den Dörfern nicht vorbei. Waren es vor Jahrzehnten noch viele kleine Familienbetriebe, wo man ein buntes Sortiment bereit hielt, so hat sich alles gewandelt: große Lebensmittelläden entstanden, Baumärkte, spezielle Bekleidungsgeschäfte, Haushaltswarenläden, Schuhgeschäfte.

Damals wurden Einkäufe überwiegend von Frauen erledigt, oder Kinder wurden geschickt. Im Dorfladen gab es noch den persönlichen Bezug zwischen Kaufmann und Kunden, wo auch ein Klönsnak zwischen den Kundinnen stattfand.

Die Gründe für die Veränderungen sind vielfältig: machmal fehlte ein Nachfolger, oder es gab keine Aufstockungsmöglichkeiten zur Erweiterung des Sortiments, oder die Wirtschaftslage zwang zum Aufgeben oder Zusammenschluss zu einem größeren Verband, der preisgünstigere Agebote machen konnte. Manche Geschäfte und sogar Handwerksbetriebe sind sogar aus den Dörfern verschwunden: wie der Dorfschmied oder die Stellmacherei.

(Gerda Kruse)
Quelle: Nachbarn, Nr. 1-2010

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Veränderungen … damals & heute

Veränderte Lebenswelten
Zu dem, was das Leben durcheinander bringen kann, gehören auch die Landschafts- und Umweltveränderungen. Wir erleben dies besonders stark in unseren Dörfern.
Nicht nur die Älteren haben diese Veränderungen erlebt, wenn sie sich daran erinnern, wie ihr Dorf, ihre Straße, ihr Haus, ihr Leben früher ausgesehen haben. Auch die Jüngeren bekommen diese Veränderungen hautnah mit.

Da steht -zugegeben nicht von Dauer- vor dem Wohnzimmerfenster ein Bohrturm, von Weitem zu sehen und beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum. Container werden aus Lärmschutzgründen aufgestellt und Straßen neu angelegt. Ganze Ortsteile verschwinden. Gebäude und technische Anlagen werden eingerichtet, wo früher Kühe grasten …

Wie soll es weitergehen? Wohin soll das noch führen? Habe ich mir so ein Leben auf dem Lande vorgestellt? Wie sieht es mit der Lebensqualität aus?

Nichts ist mehr so, wie es früher einmal war. Die Landschaft verändert sich und damit wird auch das eigene Leben durcheinander gebracht und vielleicht sogar ein Leben hier in dieser Umgebung in Frage gestellt. Diese Sorgen und Ängste sind verständlich.

Veränderungen hat es nun aber seit Menschengedenken schon immer gegeben. Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um? Wie weit dulden wir diese Veränderungen? Und wie weit lasse ich mich durch diese Veränderungen beeinflussen? Fllüchte ich, oder stelle ich mich ihnen?  …

(Pastor Engelbert Groen, Marx)
Quelle: Nachbarn, Nr. 1-2010